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Blogger verraten ihre schönsten Begegnungen – Teil 10

 

Jeder von euch hatte sie bestimmt schon mal: Eine ganz tolle, inspirierende und unvergessliche Begegnung.

Ich wollte von den beliebtesten deutschen Bloggern wissen, was deren schönste Begegnung war. Ob auf Reisen, im Alltag, im Web oder sonst wo im Leben.

Da es so viele tolle Blogger und dementsprechend auch viele tolle Geschichten gibt, wird es hierzu mehrere Teile geben.

Hier jetzt die nächste Blogger-Begegnungen und somit der zehnte Teil dieser Serie!


Kathrin Pothmann von The Roadnote

 

Eigentlich sollte Kathrin gerade am besten für ihr Examen lernen. Am besten rund um die Uhr… eigentlich. Stattdessen tut sie das, was sie so viel lieber macht: Neue Reiseziele entdecken, Preise vergleichen, in anderen Blog nach Tipps wühlen, planen und von fernen Zielen träumen und dann manchmal halt auch einfach die Sachen packen und losziehen. Die Ergebnisse dieses ständigen Abschweifens und des Sieges des Herzens gegenüber Verstand und Gewissen könnt ihr in ihrem Blog The Roadnote nachlesen.

Es gibt Länder, mit denen muss man erst einmal ein paar Tage warm werden, manche lernt man sogar erst im Nachhinein richtig zu lieben. Mit manchen bleibt man irgendwie immer ein bisschen auf Distanz – während der Reise und auch danach. Und dann gibt es Länder, die machen es einem einfach nur leicht sie sofort und für immer in sein Herz zu schließen. So ein Land ist Myanmar für mich vom ersten Augenblick an gewesen.

Hier hatte ich einige wirklich schöne Begegnung, aber eine davon taucht immer wieder in Gesprächen und Gedanken auf. Es war am Inle See, an einem sehr heißen Tag im Oktober 2011. Die Bewohner der Dörfer auf und um den See feierten das Phaung Daw Oo Pagoden Festival- ein jährliches Festival, bei dem vier heilige Buddha Bilder von der Phaung Day Oo Pagode auf einer Barke in Gestalt eines goldenen Schwanes an 18 aneinander folgenden Tagen zu den anderen Pagoden des Sees gebracht werden. Die Barke wird begleitet von festlich geschmückten Booten mit viel Tanz und Musik. Ein wirklich sehenswertes Ereignis. Wir hatten ein Langboot mit Fahrer für den Tag gemietet und schipperten neben der Zeremonie her. Die Sonne brannte. Allerdings gab es nirgendwo ein schattiges Plätzchen. Auch unser so lieb gewonnener burmesischer Kapitän schien sich nach Schatten zu sehnen. Wir Bleichgesichter müssen jedoch noch bemitleidenswerter ausgesehen haben, denn plötzlich fing er an wild und aufgeregt zu gestikulieren (Er sprach kein Wort Englisch also verständigten wir uns mit Händen, Füßen und Blicken, was jedoch sensationell funktionierte.) und startete den Motor. Er fuhr an einigen der mitten auf dem See wie auf Stelzen stehenden Häusern vorbei und schien nach irgendwas oder irgendwem Ausschau zu halten.

Auf einem Steg vor einem zweistöckigen und recht großen Haus stand ein Mann und beobachtete ebenfalls das bunte Treiben. Die beiden unterhielten sich kurz und unser Fahrer signalisierte uns auszusteigen und das Haus zu betreten. Der Mann führte uns in den 1. Stock vor zwei große, fensterlose Fenster, zeigte auf die von hier aus sehr gut zu beobachtenden, vorbeifahrenden Boote, lächelte und sagte einfach nur: “better“! Oh ja, das war so viel besser als auf unserem Bötchen in der Sonne zu triefen. Unser Kapitän freute sich ebenfalls sichtlich und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Nach einiger Zeit gingen wir wieder hinab in einen riesigen, spärlich eingerichteten und mit Teppichen ausgelegten Raum und blickten in circa 30 neugierige, schüchtern uns anlächelnde Augenpaare.

Offensichtlich hatte der Mann Freunde und Familie zusammengetrommelt um den Besuch zu begutachten. Unser Kapitän lachte herzlich und irgendwie stimmten alle mit ein. Bis auf einen sehr alten Herrn und den Kindern, die jedoch nur sehr schüchtern ein paar Worte heraus brachten, sprach niemand Englisch. Also verständigte man sich wieder mit allem außer der Sprache, worin wir nach über einer Woche in Myanmar schon geübt waren. Wir bekamen Bonbons und Tee angeboten und wurden neugierig beäugt. Es wurde viel gelacht. Ich denke oft und sehr gerne an diesen Moment zurück. Es ist eigentlich nicht viel passiert, es wurde mit Worten nichts gesagt, es war einfach eine wunderschöne Begegnung.

 

Weitere Blogger-Begegnungen folgen…

Wie sieht es bei euch aus? Was waren eure schönsten oder inspirierendsten Begegnungen?

 

1 Kommentar

  1. Pingback: Es war einmal in Myanmar – Eine meiner schönsten Reisebegegnungen | The Roadnote

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