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Blogger verraten ihre schönsten Begegnungen – Teil 3

 

Jeder von euch hatte sie bestimmt schon mal: Eine ganz tolle, inspirierende und unvergessliche Begegnung.

Ich wollte von den beliebtesten deutschen Bloggern wissen, was deren schönste Begegnung war. Ob auf Reisen, im Alltag, im Web oder sonst wo im Leben.

Da es so viele tolle Blogger und dementsprechend auch viele tolle Geschichten gibt, wird es hierzu mehrere Teile geben.

Hier jetzt die nächsten drei schönsten Blogger-Begegnungen und somit der dritte Teil dieser Serie!

 

Eva-Maria Wolfarth von work in progress

 

Angefangen zu bloggen hat Eva seit ihrem Erasmusjahr in Edinburgh, um dort von ihren Erlebnissen zu berichten. Als das Jahr vorbei war, wollte sie weiter schreiben – aber worüber? Am liebsten über alles, was den Menschen nahe geht und das sind meistens Gefühle, in jeglicher Hinsicht. work in progress ist ein persönlicher Blog, in dem es über das Schreiben, Bücher, Filme, Musik, Reisen, die Liebe, die Freundschaft und Gefühle im Allgemeinen geht – eben alles, was das Herz begehrt und was unterschiedlichste Regungen in verschiedenen Menschen auslöst.

Jede Begegnung mit tollen Menschen ist etwas Großartiges, ganz gleich, ob sich daraus eine Freundschaft ergibt oder man man mit diesen Menschen einfach nur gemeinsam 10 Minuten in der U-Bahn oder 8 Stunden im Flugzeug verbringt und in gewisser Weise sein Leben miteinander teilt. Das Entscheidende ist doch, dass diese Begegnungen einen inspirieren, im Gedächtnis bleiben, sogar noch Jahre danach. Begegnungen, die gemeinsame Momente schaffen.

Zwei Erinnerungen, an die ich mich sehr gerne erinnere:

Ich war 22 und auf dem Weg Toronto, um dort zwei Monate einen Sprachkurs und ein Praktikum zu machen. Ich weiß noch, dass ich mit einem mulmigen Gefühl ins Fugzeug gestiegen bin. Nicht, weil ich Angst vorm Fliegen hatte, sondern weil ich Angst davor hatte, was mich dort erwarten würde. Und dann traf ich auf John, meinen Sitznachbarn. Er kam aus Ottawa und erzählte mir von seinem Sohn, der in Toronto lebte. Wir unterhielten uns eine ganze Weile und es war, als hätte John bei mir einen Schalter im Kopf umgelegt, denn meine Angst und Unsicherheit waren weg. Von da an war ich einfach nur noch aufgeregt und freute mich auf die Zeit, die auf mich zukommen würde.

Die zweite Begegnung, an die ich mich gern erinnere, hat nicht direkt etwas mit mir zu tun. Sie ist ca. zwei Jahre her:

In der U-Bahn träumte ich ein wenig vor mich hin, als ich plötzlich laute Stimmen hörte. Ich drehte meinen Kopf nach rechts und sah, wie eine junge Frau auf einen älteren Mann gefallen war. Sie wollte eigentlich durch die U-Bahn laufen, doch weil diese so schaukelte, konnte sie sich nicht mehr halten. Anstelle eines grimmigen Blickes und meckrigen Gemurmels, wie man es doch oft erwartet, lachte der ältere Mann. Als sich die Frau wieder aufstellte, umfasste sie seine Arme und entschuldigte sich nochmals aufrichtig. Er lächelte und nickte ihr verständnisvoll zu.

Die junge Frau ging weiter, mit einem peinlich berührten Blick. Ich lächelte sie an. Sie verstand mein Lächeln. Es war kein Auslachen. Ich konnte nachvollziehen, wie peinlich es ihr gewesen sein musste. Zugleich aber war diese Situation wirklich schön anzusehen, weil sie sich mit einer solchen Herzlichkeit bei dem Mann entschuldigte und dieser einfach nett und verständnisvoll reagierte.

 

Carina Herrmann von Pink Compass

 

Auf Pink Compass, dem Reiseblog für Frauen, zeigt Carina das alleine Reisen als Frau nicht nur möglich, sondern auch wirklich einfach ist! Mit Tipps, Informationen und Anregungen rund ums Reisen und die Reiseplanung möchte sie mehr Frauen raus in die Welt bringen. Überall hin. Und geht mit mutigem Beispiel voran!

Wenn ich von meinen Reisen erzähle höre ich immer wieder als Antwort „Ich wünschte ich könnte das auch, aber…“

Aber. Das ist ein beliebtes Wort. Und jedes Mal erinnert es mich eine ganz besondere Begegnung mit einem ganz besonderen Menschen auf eben einer dieser Reisen.

An der Westküste Australiens schloss ich mich zwei Schwestern an, die auf dem Weg in den Süden waren und ich verbrachte 2 ganze Wochen mit ihnen, ihrem Campervan und dem Outback Australiens.

Der jüngeren der Beiden merkte man an das sie irgendwie anders war. Man sah es, man merkte es an ihrem Verhalten und nach ein paar Tagen vertraute sie mir auch an, was an ihr so anders war. Sie hatte Mukoviszidose.

Mukoviszidose ist eine erbliche Stoffwechselerkrankung die teilweise die Lebenserwartung stark verringert und unzählige gesundheitliche Probleme mit sich bringt. Aber diese junge Frau stand vor mir und erzählte mir in einem Atemzug, dass sie nach einer Lungentransplantation und einer Lebertransplantation nun genug davon hätte ihre Zeit im Krankenhaus zu verbringen und endlich ihren Traum vom Reisen verwirklicht.

Mit namibischen Wurzeln springt sie so nun seit über zwei Jahren zwischen Deutschland (für Nachsorgeuntersuchungen und um ihre Medikamente aufzufüllen), Australien mit verbundenen Farmerjobs, Südostasien und Namibia hin und her und lebt ihr Leben.

Und jedes Mal, wenn sich seitdem ein „aber…“ in meine Sätze drängt erinnere ich mich daran: Wenn sie das kann, kann es Jede!

 

Weitere Blogger-Begegnungen folgen… 

Wie sieht es bei euch aus? Was waren eure schönsten oder inspirierendsten Begegnungen?

 

Ihr wollt noch mehr tolle Begegnungen lesen?! Hier geht’s zu den vorherigen Teilen:

Blogger verraten ihre schönsten Begegnungen – Teil 1

Blogger verraten ihre schönsten Begegnungen – Teil 2

 

 

3 Kommentare

  1. Pingback: Blogger verraten ihre schönsten Begegnungen – Teil 8 : people on my way

  2. Pingback: Blogger verraten ihre schönsten Begegnungen – Teil 5 : people on my way

  3. Pingback: Begegnungen. | work in progress

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